Filderstadt im Dezember 2021

 

 

 

 

Der VfAP in Zeiten von Corona – ein Statement

Kolleginnen und Kollegen, die sich der Anthroposophischen Pflege verbunden fühlen, leisten von Beginn der Pandemie an in der Betreuung von Covid-19 Patient:innen einen wichtigen Beitrag – sei es auf Intensivstationen, in der stationären und ambulanten Pflege und in Altenpflegeeinrichtungen.

Der VfAP unterstützt die Einhaltung von erforderlichen Schutzmaßnahmen wie das Tragen eines Mund-Nasenschutzes, Abstandsregeln und Lüften. Auch begrüßen wir die Impfmöglichkeit gegen Covid-19. Es steht uns als Verband jedoch nicht zu, Empfehlungen für oder gegen Impfungen zu geben. Wünschenswert ist eine selbstverantwortliche Entscheidung jedes Einzelnen von uns – nicht nur mit Blick auf die eigene Gesundheit, sondern auch in Verantwortung für unser soziales Umfeld.

Persönliche Meinungsäußerungen oder Aufrufe, die anthroposophisch Pflegende in Sachen Corona tätigen, geben nicht unbedingt die Haltung des VfAP wieder. Auch fühlt sich der Verband nicht dazu berufen, persönliche Äußerungen und Aktivitäten seiner Mitglieder zu beurteilen.

Der Verband setzt sich für die Überwindung der gesellschaftlichen Spaltung in unserer Zeit ein. Pflege kann hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten. Globale Krisen wie die Klimakrise oder Pandemien fordern uns dazu auf, global und nachhaltig zu denken. Dies ist nur möglich, wenn die/der Einzelne mitgenommen wird.

Gegenüber Verschwörungstheorien, Corona-Leugnung, völkischen und rechtsextremen Positionen grenzt sich der VfAP entschieden ab. Solches entspricht nicht unseren Werten.

Die Vorstände des Verbandes für Anthroposophische Pflege

                             

Angelika Jensen, Britta Ulzhöfer, Yong-Chul Singer-Bayrle

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